GirlsDay 2017 - A new Experience

Am 27. Mai war‘s dann soweit. Zwei Schülerinen von der Liebfrauenschule aus Bensheim standen vor meinem Studio. Leichtsinnigerweise hatte ich mich einige Wochen zuvor bereit erklärt einen „Girlsday“ in meine Studio abzuhalten. Die zwei Schülerinnen sollten an dem Tag mal Werbeagentur- bzw. Fotostudio-Luft schnuppern und den Profis über die Schulter schauen.

Um dem Thema gerecht zu werden, hatte ich mir im Vorfeld eine Bildidee ausgedacht, die ich mit den beiden umsetzen wollte.

Die Motividee: Eine junge und motivierte Generation bestimmt ihre Zukunft selbst.
Die Idee sollte in nur wenigen Stunden umzusetzen sein. Budget: < 10 Euro

Als ich den beiden von meiner Idee erzählte, die ich mit ihnen umsetzen wollte, waren sie sofort begeistert.

Hannah als Marionetten-Model wird mit der Freemask-Technik fotografiert und freigestellt. Um die Schatten einzufärben wird der Hintergrund mit blauem Licht angeblitzt.

Hannah als Marionetten-Model wird mit der Freemask-Technik fotografiert und freigestellt. Um die Schatten einzufärben wird der Hintergrund mit blauem Licht angeblitzt.

1. Das überdimensionierte Marionettenkreuz wurde fertig gestellt. Der Umgang mit Modellbaubohrer, Zange, etc. stellte keine Schwierigkeiten für die beiden da. An den Ösen wurden dicke rote Fäden befestigt.

2. Wir entschieden uns für zwei Outfits. Eins für den Marionettenspieler und eins für die Marionette, für das wir etwas extravagantere Klamotten aus dem mitgebrachten Fundus wählten.

3. Die Posen für die Marionettenspieler wurden aufgenommen. Hier mussten die beiden Protagonisten mit immaginären Marionetten agieren.

4. Abwechselnd verwandelten sich die zwei in Marionetten, die mal schlaff, mal wild gestikulierend in den Seilen hingen.

Schnappschuss vom Setaufbau

Schnappschuss vom Setaufbau

5. Die Aufnahmen wurden vor weißem Hintergrund mit der in einem Blog-Beitrag bereits beschriebenen Freemask-Technik von Hensel aufgenommen. Um die Größenunterschiede zwischen Marionette und Marionettenspieler perspektivisch glaubwürdig erscheinen zu lassen, wurde aus zwei unterschiedlichen Höhen fotografiert.

6. Zusammen wurden die Ergebnisse am Laptop gesichtet und besprochen. In Lightroom wurden die besten Posen ausgewählt und entwickelt.

7. In Photoshop konnte die zwei dann beobachten, wie ich mit der Maskierungstechnik die Bildkomposition erstellte.

Mit einer Komposition aus mehreren Strukturen entsteht der Hintergrund.

Mit einer Komposition aus mehreren Strukturen entsteht der Hintergrund.

10. Als kleines Goodie bekamen Sie das finale Bild als Poster zugeschickt.

Fazit: Obwohl ich anfangs skeptisch war, habe ich meine Entscheidung den GirlsDay abzuhalten, nicht bereut. Die Teamarbeit mit so jungen Leuten ist eine Herausforderung, letztendlich aber auch eine neue Erfahrung und unter dem Strich eine Bereicherung der eigenen Skills.

Die finale Komposition.

Die finale Komposition.